Änderung der Gymnasialschulordnung - GSO

Gegenstand der vorliegenden Änderung der GSO sind in erster Linie die Oberstufe und die Abiturprüfung des achtjährigen Gymnasiums. Die Änderungsverordnung tritt am 01.08.2008, also zum Beginn des kommenden Schuljahres, in Kraft.

Das achtjährige Gymnasium umfasst im Schuljahr 2008/09 die Jahrgangsstufen 5 mit 10. Die Jahrgangsstufe 10 bildet die Einführungsphase, die Jahrgangsstufen 11 und 12 bilden die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe des achtjährigen Gymnasiums. Die GSO enthält bislang nur Regelungen zur Oberstufe (Jahrgangsstufen 11 bis 13) und zur Abiturprüfung des neunjährigen Gymnasiums. Diese Regelungen werden mit dem Auslaufen des neunjährigen Gymnasiums im Schuljahr 2010/11 hinfällig.

Im Zuge der Einführung des achtjährigen Gymnasiums wird in Bayern wie in den meisten anderen Ländern die gymnasiale Oberstufe reformiert, um die Qualität des Abiturs im Hinblick auf die von den Hochschulen und der Arbeitswelt geforderten Kernkompetenzen anzuheben. Dabei handelt es sich vor allem um die Grundlagenfächer Deutsch, Mathematik und Fremd­sprachen. In der Oberstufe des achtjährigen Gymnasiums wird nicht mehr zwischen Grund- und Leistungskursen unterschieden. Das Staatsministerium legt beim achtjährigen Gymnasium mit den beiden Seminaren großen Wert auf eine stärkere Studien- und Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler. Die Abiturprüfung ist in fünf Fächern abzulegen. Die Abiturprüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik und einer fortgeführten Fremdsprache ist für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend. Die Abiturprüfung wird in drei Fächern in schriftlicher und in zwei Fächern in mündlicher Form durch­ge­führt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine umfassende Allgemeinbildung, die den Ansprüchen an einen Abiturienten gerecht wird. Gleich­zeitig haben die Schülerinnen und Schüler auch hier die Möglichkeit zur individuellen Profilbildung.

 

siehe auch: GSO als PDF