Was ist eine sinnvolle disziplinarische Maßnahme ?

Elternbrief / -gespräch
45% (5 Stimmen)
Hausaufgaben zusätzlich
0% (0 Stimmen)
Nachsitzen
18% (2 Stimmen)
Protokoll schreiben / Referat halten
0% (0 Stimmen)
Schulhof saubermachen
27% (3 Stimmen)
Verweis (einfach / verschärft)
0% (0 Stimmen)
etwas anderes (schreiben Sie doch einen Kommentar)
9% (1 Stimme)
Anzahl Stimmen: 11

Disziplin

Zunächst einmal schade, dass man nur einen Punkt ankreuzen konnte.
Bei Disziplinarmaßnahmen sollte grundsätzlich (auch seitens Lehrer und Schule) unerschieden werden, ob es sich um eine Ordnungsmaßnahme oder um eine Erziehungsmaßnahme handelt. Leider wird dieser Unterschied (den das BayEUG macht) meistens nicht beachtet, so dass die Maßnahmen sehr oft falsch eingestzt werden. Eltern ist dies noch weniger bekannt.

Ordnungsmaßnahmen (die lt.BayEUG erst dann greifen sollen, wenn Erziehungsmßnahmen nicht mehr ausreichen)sind Maßnahmen vom Verweis hin bis zum Schulausschluss.

Erziehungsmaßnahmen sollen pädagogisch sinnvoll sein und dem Schüler Gelegenheit geben, aus seinem Verhalten zu lernen sowie die Möglichkeit, es zu korrigieren.

Schulhof säubern nach störendem Zwischenrufen im Unterricht oder doppelte Hausaufgaben nach Unpünktlichkeit usw sind sicher verfehlt im Sinne von adäquater Erziehung.

Dokumentation von Verweisen, Hinweisen etc in den Schülerakten können zudem - wenn falsch eingesetzt - ein verzerrtes Bild über das Wesen eines Schülers abgeben und sind sicher nicht immer hilfreich bzw. werden nicht immer dem Erziehungsauftrag der Schule gerecht.

"Strafe" muss sein - aber wenn schon, dann bitte sinnvoll.

Disziplin

Hallo Frau Vizzini,

man sieht ja, dass von 139 Lesern dieser Umfrage nur Sie einen Kommentar abgegeben haben und das zeigt eigentlich schon, wo das Problem liegt.
Tatsächlich soll ja die "Strafe" in Bezug zur Tat sein und so kann man das eben nicht einfach mit ein paar Kreuzchen abhaken.

Der pädagogische Auftrag an die Lehrer ist ja klar, nur wie ist er umzusetzen, wenn Kinder permanent zu Störern werden? Da hilft es doch nur, die Eltern einzubinden und im Falle von spontanen "Einzelverstößen" sollte eine kurze und herzhafte Ermahnung genügen. Schulhofsäuberungen sind gemeinschaftlich durchzuführende Maßnahmen, um den Kindern den Sinn und Unsinn von Wegwerfaktionen in die Umwelt klarzumachen. Als Disziplinarmaßnahme für Einzelne ist das diskriminierend und sinnlos, es sei denn, man setzt das "in flagranti" sofort um, aber auch nur im kleinen Rahmen.

Allgemein sollten Strafen einfach angemessen und zeitnah sein, Regeln sind schwer zu setzen, da es ja meist Einzelfälle sind - die Lehrer sind da gefordert und den Dingen sicher auch gewachsen. Im Klassenzimmer regiert der Lehrer, wer denn sonst?

So war's geplant

Hallo miteinander !
Die Darstellung der Umfrage sollte durchaus provokativ sein.Leider hat das trotzdem nicht viele zu einem Kommentar oder einer Diskussion angeregt.
Schade eigentlich - das Thema bietet doch nun wirklich genug Material.