Na Toll !

Alkoholprävention - aber nicht nur...

Gestern Abend haben die meisten Eltern eine wirklich interessante Veranstaltung verpaßt !

Anläßlich der Ausstellung "Na Toll" am Emmy und der Präventionsthemen, die die Kinder diese Woche im Unterricht hatten, fand ein Elternabend der 8. Jahrgangstufe statt.
Anwesend waren 1 Lehrerin, 2 Vertreter der Schulleitung, 4 Elternbeiräte und ganze 7 Elternteile, die sich für das Thema Suchtprävention und insbesondere Alkohol interessierten. Eine eher peinliche Beteiligung.

Die Dame vom Jugendamt und der Herr von der Kripo haben sich davon zum Glück nicht beeinflussen lassen und haben uns in 1 1/2 Stunden einen groben Überblick zum Thema Kinder, Jugendliche und Alkohol gegeben.

Die Zahlen waren wirklich erschreckend !

In einem Jahr 26.000 Kinder und Jugendliche wegen Alkoholmißbrauch ins Krankenhaus eingeliefert - in Deutschland !
Die Zahl ist stabil, aber auf hohem Niveau. Der Anteil der Mädchen steigt an.

Dabei hat sich das Konsumverhalten in den letzten Jahren erheblich geändert.
Wir, die Eltern, hatten auch unsere Feiern in jungen Jahren. Und den einen oder anderen Rausch hat es auch gegeben. Allerdings war es damals ein Nebenprodukt einer langen Nacht, größtenteils aus Unerfahrenheit.
Heutzutage ist es das Ziel, möglichst schnell, möglichst viel Alkohol zu trinken, um die Kontrolle über Geist und Körper zu verlieren. Stichwort: Komasaufen.
Eine sehr ungesunde und auch gefährliche Art, eine Auszeit vom Alltagsstreß zu nehmen.

Die Zahl der Sachbeschädigungen und Gewalttaten durch, und der sexuellen Übergriffe an alkoholisierten Jugendlichen steigt. Alkoholmißbrauch schafft nicht nur gewaltbereite Täter, sondern auch wehrlose Opfer.

Interessant war auch, daß man die Risikogruppen der suchtgefährdeten und zu Alkoholexzessen neigenden Jugendlichen eigentlich recht klar benennen kann.
Wenn sich Eltern, Großeltern, Tanten, Onkels - eben das ganze Umfeld unserer Kinder - der Warnsignale, der negativen und positiven Einflüsse bewußt wären, gäbe es das Problem gar nicht !!!

Ich würde mir wünschen, daß in Zukunft mehr Eltern solch interessante Angebote wahrnehmen.
Nichts für ungut - aber das geht uns alle an !